24.04.2015 - Gesprächsrunde Zwischen Vorstandsmitgliedern der Landesvertretung der IG BAU und dem Vorstand von ThüringenForst AöR

Bei dem Treffen am 20.03. 2015 sollten vor allem Themen wie:

Personalpolitik

Strukturmaßnahmen, Arbeitsbelastung und Aufgabenkritik

Zeitgemäße  Ausstattung und Entschädigung

Gewinnung und Übernahme forstlichen Nachwuchses

diskutiert werden.

Wie immer fand die Gesprächsrunde in einer sachlichen und offenen Atmosphäre statt.

Als wichtigster Punkt  standen die Fragen der Personalpolitik  an. 

Hierzu führte Herr Gebhardt aus, dass die Strukturreform abgeschlossen ist und keine Veränderungen hinsichtlich der Reviere und Forstämter vorgesehen sind. Jede freiwerdende Stelle im gehobenen und höheren Dienst wird neu besetzt.

Da der Zuführungsbetrag bis 2019 um 5 Mio. gekürzt wird, sind im Waldarbeiterbereich Stelleneinsparungen vorgesehen. Dies soll ohne Kündigungen von statten gehen. Es wird ein Stand von 1 Waldarbeiter auf 1000 ha angestrebt. Zurzeit läuft eine Analyse zur Ausstattung der einzelnen Forstämter Waldarbeitern. Nach deren Abschluss kann es zu Umsetzungen von Waldarbeitern in andere Forstämter kommen. Die durch die Politik immer mehr geforderten Flächenstilllegungen wird auf die Anzahl der Waldarbeiter Einfluss haben. Es sind aber auch Flächenkäufe durch ThüringenForst geplant.

Die Arbeitsverdichtung in gehobenen und höheren Dienst soll vor allem durch technische Neuerungen und Funktionalisierung reduziert werden. An den Schnittstellen in der Holzaufnahme (sScale)  wird verstärkt gearbeitet. In der Zukunft sollen die von den sScale Teams erhobenen Daten direkt  in die Forstämter zur weiteren Bearbeitung  gesendet werden.

Dem Vorstand der AöR ist durchaus bewusst, dass die gefundenen Lösungen bei der technischen Ausstattung der Reviere nicht immer zufrieden stellend sind. An dem sich hier ergebenen Reformstau wird gearbeitet. Es werden zurzeit Möglichkeiten zur Nutzung von Tabletts mit entsprechender Software(GPS, Lesegerät für EC Card) geprüft. Dabei ist das Landesdatennetz das größte Problem.  Für das leidige Problem Dienstwagen gibt es immer noch keine Lösung. Die Landesvertretung der IG BAU informierte die AöR über die von ihr angestrengten  juristischen Schritte zur Klärung dieses Problems und der Probleme die sich aus dem Reisekostengesetz bezüglich erster Dienststätte usw. ergeben.

Zur Gewinnung des forstlichen Nachwuchses sind verschiedene Maßnahmen geplant. So zum Beispiel eine bessere Entlohnung von Praktikanten und Bachelorstudenten. Auch die Frage der Verbeamtung wurde diskutiert.

Insgesamt ist festzustellen, dass beide Seiten viele gemeinsame Ziele haben, aber auch noch einiges konträr zu sehen ist.  Dies alles soll in einem Themenkatalog aufgelistet  werden, der dann die Grundlage für Gespräche der Landesvertretung  mit den Landtagsparteien sein wird.

Vorstand der Landesvertretung Thüringen

In Forst und Naturschutz

der IG BAU

Zurück