22.10.2015 - Fachexkursion 2015

Erstmals mit neuer Reiseorganisation und -leitung durch Rolf Nusche wurde in diesem Jahr für unsere Fachexkursion der Westallgäu ausgewählt, konkret die GEW Anlage in Maierhöfen, ca. 150 km südlich von München bei Isny.

Obwohl noch nicht einmal ein Oktoberfestbesuch geplant war, reichte es bei  unserer ersten Station in München nur zu einem Stadtrundgang, da der fast legendäre Stau vor den Toren der Hauptstadt die geplante Stadtrundfahrt vereitelt hatte. Bei einer fachkundigen und kurzweiligen Führung konnten wir trotzdem den Charme dieser Stadt genießen.

Anschließend fuhren wir nach Maierhöfen und bezogen dort die schlichten, aber zweckmäßig eingerichteten Bungalows.

Am folgenden Tag stand der Besuch der Eistobelschlucht auf dem Programm, einer ca. dreieinhalb stündigen kulinarischen Wanderung durch ein einzigartiges, in die Landschaft eingeschnittenes Tal. Es gab nicht nur beeindruckende Naturerlebnisse zu bewundern, z. B. mehrerer Strudellöcher und ein Gestein, das wegen seines bizarren Aussehens Nagelfluh genannt wurde, sondern auch durch unsere drei Reiseführer mühsam im Rucksack mitgeschleppten regionalen Käse und Wein, selbstgemachten Dipp, Äpfel und Schokolade. Christina Rist, studierte Geologin und einzige Frau des "Talführer-Teams" hatte viele interessante Details auf Lager, die sie uns in lockerer Atmosphäre zu vermitteln wusste.

Am Nachmittag desselben Tages stand noch der Besuch der Königsschlösser auf dem Plan. Geduldig erwarteten wir inmitten einer gewaltigen Interessengruppe, die sich insbesondere aus dem asiatischen Raum zusammensetzte, auf den Eintritt in die Gemächer des Bayernkönigs Ludwig des II. auf Neuschwanstein.

Zurück in Maierhöfen wurden uns nach dem Abendessen traditionelle Tänze und Musik aus der Region dargeboten. Die Verpflegung zum Frühstück und Abendessen ließ übrigens keine Wünsche offen. Auch das abendliche Beisammensein in dieser gastronomischen Einrichtung war gemütlich und angenehm, nicht zuletzt durch das ausgesprochen freundliche Bedienungspersonal, insbesondere unserer Lieblingskellnerin Nadine Krombholz.

Den kommenden Tag verbrachten wir überwiegend am Bodensee, wobei zunächst die Insel Mainau angesteuert wurde, die noch heute im Besitz der Familie Bernadotte ist. Über Österreich, die Schweiz und Umleitungen aller Art erreichten wir, wiedermal um einiges verspätet, diese wunderschöne Insel. Durch die Verspätung  musste zwar eine angemeldete Führung wegfallen, aber auch die individuelle Besichtigung hatte viele Reize parat, wie z. B. das Arboretum, die Dahlienblüte und das Schmetterlingshaus.

Bei einer Schiffsrundfahrt auf dem Bodensee wurden wir bei Kaffee und leckerem Kuchen durch die Schiffsbesatzung auf verschiedene Sehenswürdigkeiten aufmerksam gemacht, so unter anderem auf ein Pfahlbautenmuseum bei  Unteruhldingen. Dort wurde eine typische Dorfanlage nachgestellt, wie sie in der Stein- und Bronzezeit existiert hat. Bei einem Stopp in Überlingen konnten interessierte Mitfahrer bei einem kurzen Landgang ein wenig Hafenatmosphäre schnuppern.

Die insgesamt drei Exkursionstage verbrachten wir bei wunderschönem  Herbstwetter. Am Tag der Abreise öffneten sich allerdings die Schleusen und wir fuhren im strömenden Regen Richtung Thüringen.

Als Resümee wurde von den meisten Teilnehmern der Reise eingeschätzt, dass die Fahrt  sich wiedermal gelohnt hat. Vielen Dank deshalb an Rolf Nusche und seine Helfer, die diese Fahrt ermöglicht haben. Es bleibt zu hoffen, dass solche Fachexkursionen in den kommenden Jahren eine Fortsetzung finden!

Der Vorstand der Landesvertretung Beamte/Angestellte Thüringen

Zurück